Feste im Licht


Feste im Licht

Eine Unterrichtseinheit zu religiösen Festtraditionen für den 2. Zyklus

Festtraditionen sind Teil des Schullebens und bieten Einblicke in Religionskulturen, die typischen Elemente von Festen ermöglichen handlungsorientierten Unterricht und bieten Zugänge für alle Sinne. Innerhalb eines bekenntnisunabhängigen schulischen Religionsunterrichts eignen sich Feste sehr gut als Ausgangspunkt für Lernaufgaben, die nach den Prinzipien des handlungsorientierten Lernens und einer erweiterten Aufgabenkultur formuliert sind.
Von Manuela Di Marino Demenga und Ursula Linder Halbheer

I. Einleitung

Die Fachperspektive Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG) im Fach Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) wird unseres Erachtens zu wenig beachtet: Die Themenwahl im Fach NMG wird oft rein aufgrund persönlicher Interessen und Vorlieben oder des methodischen und fachdidaktischen Wissens einer Lehrperson getroffen. Doch dies reicht nicht aus. Um die Welt wahrzunehmen und zu erschliessen, um sich in der Welt zu orientieren und zu handeln, ist die Bearbeitung aller NMG-Perspektiven notwendig.

Wir leben in einer pluralen Gesellschaft, die sich aus verschiedenen sozialen, ethnischen und auch religiösen Individuen und Gruppen zusammensetzt. Die Perspektive ERG befasst sich mit den verschiedenen menschlichen Grunderfahrungen, mit Fragen der Lebensgestaltung und des Zusammenlebens. Auf diese Weise ist das Fach ERG zentral zur Entwicklung von Verständnis für Menschen anderer Kulturen, Religionen, Weltanschauungen, Werte und Normen. Und da Religion ein ganz wesentlicher Teil der Kultur ist, ist nicht nur interkulturelles, sondern auch interreligiöses bzw. interweltanschauliches Lernen an der Schule gefordert.

Das gegenseitige Verständnis unter Schülerinnen und Schülern in einer pluralen Gesellschaft kann gefördert werden, indem eigene Prägungen reflektiert, Haltungen und Werte bewusstgemacht und andere religiöse Traditionen wahrgenommen und erkundet werden. Durch Offenheit, Begegnung, Interaktion und Kommunikation können Ängste und Vorurteile abgebaut, Wissen erarbeitet, Verständnis und Wertschätzung gegenüber jeweils anderen Traditionen geweckt und ein Zusammenleben in Gerechtigkeit und Frieden angebahnt werden.

Wenn man anderen Religionen begegnet, wird das Fremde oftmals mit dem Vertrauten innerhalb der eigenen Tradition verglichen und in Beziehung gesetzt. Genau dies ist der Ansatz dieser Einheit: ein unterrichtlich begleiteter interreligiöser Vergleich, der dazu führen soll, fremde religiöse Traditionen zu erschliessen und zu verstehen. In dieser Unterrichtseinheit wollen wir einen Vergleich und einen Austausch verschiedener Religionstraditionen innerhalb der Dimension «Festkulturen» unternehmen, der spezielle Fokus dabei liegt auf solchen Festen, in denen die Symbolik des Lichts zentral ist.

Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit wurde passend zum Thema in der dunklen Jahreszeit zwischen Oktober und Dezember durchgeführt und mit einer gemeinsamen Feier des Lichts abgeschlossen.

Bild: Hanukkah menorah (Scott), CC-BY-SA-2.0

II. Lehrplanbezug

In dieser Unterrichtseinheit wird vor allem der Kompetenzbereich NMG 12: «Religionen und Weltsichten begegnen»[1] bearbeitet, vor allem geht es dabei um die folgenden Kompetenzen:

  • NMG 12.4: Die Schülerinnen und Schüler können Festtraditionen charakterisieren.
  • NMG 12.5: Die Schülerinnen und Schüler können sich in der Vielfalt religiöser Traditionen und Weltanschauungen orientieren und verschiedenen Überzeugungen respektvoll begegnen.

Aus den vier Handlungsaspekten sind vor allem die folgenden Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen für diese Unterrichtseinheit zentral[2]:

  • Die Welt wahrnehmen: beschreiben, erfahren, betrachten, beobachten
  • Sich die Welt erschliessen: fragen, vermuten, erkunden, dokumentieren
  • Sich in der Welt orientieren: ordnen, vergleichen, erklären, reflektieren
  • In der Welt handeln: sich entscheiden, mitteilen, austauschen, entwickeln, gestalten, Bewusstsein entwickeln, sich engagieren

III. Sachanalyse

Um das Verständnis für unterschiedliche Traditionen und Lebensweisen zu fördern, eignen sich Feste in besonderer Weise. An Festen werden Werte und Überzeugungen verschiedener Religionen und Kulturen so dargestellt, dass sie auch für Aussenstehende erkennbar werden. Feste sind oftmals Bestandteil des Schullebens und bieten damit eine gute Gelegenheit für einen ersten Kontakt und interkulturelles Lernen. Typische Fest-Elemente wie Singen, Erzählen, Essen und Trinken, Schenken und Spielen sind kultur- und religionsübergreifend und ermöglichen das Entdecken von Vertrautem auch im Fremdem. Deshalb eignen sich Feste besonders gut für das Erkunden der verschiedenen Kulturen und Religionen und ermöglichen einen handlungsorientierten Unterricht.

In der Schweiz beeinflussen vor allem die Feste der jüdisch-christlich Tradition den Rhythmus des Jahres, und je nach Zusammensetzung einer Klasse begegnen wir auch anderen religiös-kulturellen Hintergründen und verschiedenen Festtraditionen. Von daher besteht die Chance, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen religiös-kulturellen Hintergründen jeweils ihre Religion einbringen und eine Klasse verschiedene religiös-kulturelle Traditionen am eigenen Wohnort erleben kann.

Weihnachten als eines der wichtigsten Feste der christlichen Tradition ist den meisten Kindern vertraut und dazu bei ihnen sehr beliebt. Ausgehend von weihnächtlichen Lichterbräuchen kann man einen Bogen zu Lichterfesten anderer Kulturen und Religionen spannen. Die Lichtsymbolik prägt unterschiedliche Kulturen und Religionen und nimmt eine zentrale Rolle in den Festen der fünf Weltreligionen ein. Damit können die Lernenden die symbolische Bedeutung des Lichtes an verschiedenen Festtraditionen erleben und erkennen. In der Auseinandersetzung mit verschiedenen Lichterfesten können die Schülerinnen und Schüler ihr Sachwissen erweitern, eigene Erfahrungen bedenken und mit fremden Erfahrungen verbinden. Auf diese Weise werden den Lernenden Begegnungen mit verschiedenen religiösen und kulturellen Traditionen ermöglicht.[3]

Bild: Advent (I. Sáček, senior), CC0

IV. Die Unterrichtseinheit

Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit im Umfang von ca. 20 Lektionen gliedert sich in vier Sequenzen. Wir geben hier zunächst einen tabellarischen Überblick[4] und erläutern anschliessend knapp die einzelnen Arbeitsschritte.

Begleitend zu dieser Einheit haben die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, als Hausaufgabe nach jeder Lektion ein persönliches Lerntagebuch zu führen, in dem sie sich an vorgegebenen Fragen orientieren können.[5]

1. Einstiegssequenz
2L Einstimmung Die Schülerinnen und Schüler machen erste Erfahrungen mit Helligkeit und Dunkelheit, setzen sich mit dem Licht auseinander und beschreiben was es für sie bedeutet.
2. Begegnungssequenz
3L Gegenstände vorstellen Persönliche Gegenständen zum Thema Licht werden aufgrund bestimmter Merkmale beschrieben.

Mit Gegenständen und Beschreibungen wird eine Ausstellung gestaltet, die von der ganzen Klasse betrachtet wird.

2L Gegenstände erkunden Die Schülerinnen und Schüler machen sinnliche Erfahrungen mit Gegenständen zu den Lichterfesten der fünf Weltreligionen: Chanukka, Weihnachten, Zuckerfest, Divali und Loy Kratong.

Auf der Grundlage von Beobachtungen und Vermutungen, die von den Schülerinnen und Schülern festgehalten und untereinander ausgetauscht werden, wählen sie je ein Lichterfest zur Vertiefung aus.

3. Erarbeitungssequenz
2L Informationen erschliessen In Gruppen tragen die Schülerinnen und Schüler aus Texten und Videomaterial Informationen zur Bedeutung des Lichts und zu Festbräuchen in «ihrem» Lichterfest zusammen.
3L Projekte erarbeiten Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten mit Hilfe von Anleitungen und bereitgestellten Materialien weitere Projekte nach Wahl.
2L Rollenspiel inszenieren Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten eine Geschichte, die an dem entsprechenden Lichterfest erzählt wird, und inszenieren sie in einem Rollenspiel.
4. Auswertungssequenz
5L Ergebnisse präsentieren Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Plakat über ein Lichterfest mit Hintergrundinformationen zu der entsprechenden Weltreligion und bereiten eine Präsentation vor.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren das gewählte Lichterfest mit Unterstützung des Plakats, eines Rollenspiels und eines weiteren Projekts.

1L Lichterfeste feiern Die Unterrichtsreihe wird mit einer gemeinsamen Feier der fünf Lichterfeste abgeschlossen.

1. Einstiegssequenz

Die Einstiegssequenz dient der Einstimmung in ein neues Thema, das für die Schülerinnen und Schüler noch völlig unbekannt ist. Die Schülerinnen und Schüler machen erste Erfahrungen mit Helligkeit und Dunkelheit, setzen sich mit dem Licht auseinander und beschreiben was es für sie bedeutet.

Das Schulzimmer wird so gut als möglich verdunkelt. Als Material liegen eine der Anzahl der Lernenden entsprechende Zahl Kerzen sowie Zündhölzer bereit. Für den Auftrag stehen ein grosses gelbes und ein grosses schwarzes Plakat sowie geeignete Schreib- und Zeichenstifte zur Verfügung. Alle Lernenden sitzen um einen grossen Tisch.

  • Sobald Ruhe einkehrt, zündet die Lehrperson eine Kerze an. Nach einem kurzen Verweilen in der Stille zündet die Lehrperson nach und nach weitere Kerzen an, bis alle Schülerinnen und Schüler eine Kerze vor sich stehen haben.
  • Die Lehrperson erteilt den Auftrag: «Schreibt oder zeichnet – ohne miteinander zu sprechen – auf die bereitliegenden Plakate, was Euch in den Sinn kommt zum Thema ‹Licht bedeutet für mich› sowie ‹Dunkel bedeutet für mich›.»[6]

Als Hausaufgabe erhalten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, für die erste Lektion der Begegnungsphase einen persönlichen Gegenstand zum Thema Licht mitzubringen.

2. Begegnungssequenz

In der Begegnungssequenz machen die Schülerinnen und Schüler sinnliche Erfahrungen mit persönlichen Gegenständen zum Thema Licht und gewinnen einen Einblick in verschiedene Lichterfeste und die entsprechenden zentralen Objekte zu den Lichterfesten der fünf Weltreligionen.

Für den ersten Teil dieser Sequenz sind einerseits die von den Lernenden mitgebrachten Gegenstände zentral, für den zweiten Teil liegen minimal die zentralen Objekte Chanukkia, Adventskranz, Ramadan-Laterne, Diya und Krathong bereit, nach Möglichkeit auch weitere Anschauungsmaterialien zu den fünf Weltreligionen.[7]

Bild: Fanous Ramadan (Ibrahim.ID), CC-BY-SA-3.0

Gegenstände vorstellen

Die Lernenden arbeiten anhand des Arbeitsblattes[8] mit den mitgebrachten Gegenständen zum Thema Licht. Dazu liegen zahlreiche farbige Zettel bereit.

  • Jede Schülerin und jeder Schüler schreibt charakterisierende Stichwörter zu dem mitgebrachten Gegenstand auf die farbigen Zettel.
  • Jede Schülerin und jeder Schüler stellt der eigenen Gruppe den mitgebrachten Gegenstand anhand ausgewählter Stichwörter vor. Die Mitschülerinnen und Mitschüler haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
  • Jede Gruppe gestaltet mit den mitgebrachten Gegenständen und den Stichwörtern eine Ausstellung. Das Ordnen der Objekte und der Zettel mit den Stichwörtern wird von jeder Gruppe selbst vorgenommen.
  • Die Lernenden betrachten die verschiedenen Ausstellungen. Anschliessend wird im Klassenplenum darüber ausgetauscht.
Gegenstände erkunden

Anhand eines Arbeitsblattes[9] erkunden die Schülerinnen und Schüler die zentralen Objekte[10] aus den Lichterfesten der fünf Weltreligionen.

  • Jede Schülerin und jeder Schüler macht sinnliche Erfahrungen mit den bereitgestellten zentralen Objekten aus den fünf verschiedenen Lichterfesten (Chanukkia, Adventskranz, Ramadan-Laterne, Diya und Krathong) und weiteren Anschauungsmaterialien zu den fünf Weltreligionen.
  • Die eigenen Beobachtungen und die Vermutungen werden festgehalten und danach in der Gruppe ausgetauscht.

Schliesslich wählen[11] die Schülerinnen und Schüler ein Fest zu Vertiefung.

  • Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich nach ihrem Interesse für eines der Lichterfeste Chanukka, Weihnachten, Zuckerfest, Divali oder Loy Krathong zur Vertiefung in den darauffolgenden Lektionen.

3. Erarbeitungssequenz

Während der Erarbeitungssequenz vertiefen sich die Lernenden in eine von ihnen gewählte Religionskultur und ihr Lichterfest. Dazu steht ihnen umfangreiches Material zu den Lichterfesten und den fünf Weltreligionen zur Verfügung.[12]

Informationen erschliessen

Die Schülerinnen und Schüler tragen anhand eines Arbeitsblattes[13] Informationen aus verschiedenen Medien zusammen.

  • Jedes Mitglied der Gruppe liest die zentralen Sachtexte und beantwortet die dazu auf dem Arbeitsblatt gestellten Fragen. Am Schluss findet in der Gruppe ein Austausch statt, um allfällige Unklarheiten und offene Fragen zu klären, die zur Weiterverarbeitung im darauffolgenden Auftrag verwendet werden können.
  • Die Lernenden entwickeln in der Gruppe mindestens fünf Fragen, die sie durch die indirekten Begegnungen mit den Menschen im Film und in den Interviews beantworten können.
  • Die Gruppe schaut sich das Videomaterial an und macht sich Notizen, um die Fragen zu beantworten. Die Antworten werden am Schluss verglichen und diskutiert.
Projekte erarbeiten

Die Lernenden erarbeiten mit Hilfe eines Arbeitsblattes[14] und zusätzlicher Materialien[15] verschiedene Projekte zu ihrem Lichterfest.

  • Jedes Mitglied der Gruppe stellt einen Lichtgegenstand her. Eine entsprechende Anleitung sowie Material und Werkzeug wird bereitgestellt.
  • Die Lernenden wählen je nach Vorliebe und Interesse zwischen Lied, Tanz, Spiel oder Schrift aus. Sie bereiten sich vor, um ihr Projekt (in der Auswertungssequenz) mit der ganzen Gruppe durchzuführen.
Rollenspiel inszenieren

Anhand eines Arbeitsblattes[16] und weiterer Materialien[17] bearbeiten die Schülerinnen und Schüler eine Geschichte und inszenieren sie als Rollenspiel.

  • Die Gruppe macht sich – durch Vorlesen, verteilte Lektüre und gegenseitigen Bericht oder durch vollständige Lektüre durch alle Gruppenmitglieder – mit der Erzählung vertraut.
  • Die Erarbeitung der Erzählung zu einem Rollenspiel wird mit Hilfe eines Storyboards strukturiert. Die Lernenden verwenden Zeichnungen und/oder Stichwörter. Sie stellen die Dialoge zusammen, verteilen die Rollen und üben ein Rollenspiel zur Erzählung ein.

Bild: Diwali Oil Lamp (Arne Hückelheim), CC-BY-SA-3.0

4. Auswertungssequenz

In der Auswertungssequenz präsentieren die Schülerinnen und Schüler das von ihnen gewählte und erarbeitete Lichterfest zusammen mit der entsprechenden Religion.

Ergebnisse präsentieren

Anhand eines Arbeitsblattes[18] bereiten die Schülerinnen und Schüler die Präsentation ihres Lichterfests vor.

  • Die Gruppen verhandeln, diskutieren und suchen gemeinsam nach einer Lösung zur Gestaltung eines übersichtlichen und inhaltlich informativen Plakates. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Lehrperson steht zur Verfügung, um allfälliges Material zu besorgen und Bedürfnisse der Lernenden zu unterstützen und ermöglichen.
  • Die Gruppen besprechen sich über die Durchführung der Präsentation von den verschiedenen weiteren Projekten (Lichtgegenstand, Lied/Tanz/Spiel, Schrift), vom Plakat und vom Rollenspiel. Dementsprechend treffen sie Vorbereitungen und üben die Präsentationen.
  • Die Gruppen präsentieren ihr neu erworbenes Wissen und Können vor der Klasse. Im Anschluss daran können die Lernenden der anderen Gruppen Fragen stellen.
  • Nach den Präsentationen werden mit der ganzen Klasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Lichterfesten reflektiert und diskutiert.
Lichterfeste feiern

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit gibt es eine gemeinsame Feier der fünf Lichterfeste. Typische Süssigkeiten und Gebäcke werden zusammen mit den Schülerinnen und Schüler gekostet oder sogar miteinander vorbereitet: Sufganiot/Berliner und Datteln (Judentum), Weihnachtsguetzli und Pandoro (Christentum), Baklawa und Datteln (Islam), Milchreis (Hinduismus und Buddhismus).

V. Erfahrungen

Die Einträge ins Lerntagebuch gaben einerseits den Lernenden die Möglichkeit, den Unterricht und ihren Lernprozess zu reflektieren, mitzugestalten und zu verbessern und eröffneten andererseits auch uns Lehrpersonen einen Einblick in Erkenntnisse, Interessen und Vorlieben, Lernprozesse und Arbeitsweisen der Lernenden. Aus diesen Einträgen sind folgende Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler entnommen.

Die ganze Unterrichtsreihe hat den Schülerinnen und Schülern sehr gut gefallen. Besonders positiv erwähnt wurden die Gegenstände aus den Anschauungsmaterialien zu den Weltreligionen, die Texte zu den unterschiedlichen Lichterfesten und die Videos, die ihnen eine indirekte Begegnung mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen ermöglichten. Die religiösen und kultischen Gegenstände lösten einerseits viele Fragen aus und boten andererseits vertiefte Einblicke in religiöse Praktiken. Die Schülerinnen und Schüler konnten viel über die verschiedenen Religionen und Festtraditionen lernen und tolle Erfahrungen machen. Die Lernenden fanden die Aufgaben gut, witzig, lustig, spannend, dem Thema und ihrem Lernstand angemessen. Die Präsentation der Religionen und der entsprechenden Lichterfeste, vor allem das gemeinsame Feiern mit typischen Süssigkeiten bereitete den Schülerinnen und Schüler grosse Freude.

Uns als Lehrpersonen ist aufgefallen, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Thema ausserordentlich gross war. Vom Einstieg und der ersten Begegnung mit den verschiedenen Gegenständen an waren die Lernenden sehr interessiert, gaben viel von sich Preis, machten und dachten sehr gut mit. Viele wollten noch mehr Zeit haben, um sowohl über die verschiedenen Religionskulturen als auch über die vielfältigen Festtraditionen mehr erfahren und entdecken zu können.

Bild: Loy Krathong Bangkok Lumpini Park 1 (Robertpollai), CC-BY-2.0-AT

Zusatzmaterial

Anmerkungen

[1] vgl. Lehrplan 21. Natur, Mensch, Gesellschaft. NMG (1./2. Zyklus), NMG 12 Religionen und Weltsichten begegnen, https://be.lehrplan.ch/index.php?code=b|6|1|12
[2] vgl. Lehrplan 21. Natur, Mensch, Gesellschaft. Strukturelle und inhaltliche Hinweise, Tabelle 2, https://be.lehrplan.ch/index.php?code=e|6|4|2#a88
[3] vgl. im Zusatzmaterial das umfangreichere Materialblatt, in dem wir einige für diese Unterrichtseinheit grundlegende Informationen zusammengestellt haben: MB1 Sachinformationen Feste im Licht
[4] vgl. auch Zusatzmaterial: MB2 Tabellarischer Überblick
[5] vgl. Zusatzmaterial: AB1 Lerntagebuch schreiben
[6] nach: Gattiker, Susanne / Grädel, Rosa / Mühlethaler, Daniela (2001): Kunterbunt. Ich und die Gemeinschaft. Themenheft, Bern, S. 68.
[7] vgl. Zusatzmaterial: MB3 Materialliste
[8] Zusatzmaterial: AB2 Gegenstände vorstellen
[9] Zusatzmaterial: AB3 Gegenstände erkunden
[10] vgl. Zusatzmaterial: MB3 Materialliste
[11] Zusatzmaterial: AB4 Lichterfest wählen
[12] vgl. Zusatzmaterial: MB3 Materialliste
[13] Zusatzmaterial: AB5 Informationen erschliessen
[14] Zusatzmaterial: AB6 Projekte erarbeiten
[15] vgl. Zusatzmaterial: MB3 Materialliste
[16] Zusatzmaterial: AB7 Rollenspiel inszenieren
[17] vgl. Zusatzmaterial: MB3 Materialliste
[18] Zusatzmaterial: AB8 Ergebnisse präsentieren
Artikelnachweis
Di Marino Demenga, Manuela / Linder Halbheer, Ursula (2017): Feste im Licht. Eine Unterrichtseinheit zu religiösen Festtraditionen für den 2. Zyklus, in: erg.ch – Materialien zum Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Online-Publikation), www.ethik-religionen-gemeinschaft.ch/di-marino-linder-feste-im-licht/